BlogGeldroboter

Wir alle zahlen die Zeche

Millionen Anleger und Sparer allein in Österreich betreiben private Altersvorsorge, versichern ihr Haus oder ihr Auto und legen ihr Erspartes in Fonds und Aktien an. Dafür überweisen sie jährlich Milliarden an Versicherungsunternehmen und Banken, die dann mit den Taschen voller Kundengeld auf den automatisierten Finanzmärkten shoppen gehen. Und weil die institutionellen Investoren den besten Preis für ihre Kunden suchen müssen, beginnt an den Börsen ein absurdes Versteckspiel mit jenen, die in den Orderbüchern der Handelsplätze bereits auf ein profitables Stück vom Kundenkuchen lauern: die Geldroboter.

Das sind Hochfrequenzhandelsunternehmen, die mit Algorithmen ultraschnell Finanzprodukte kaufen und verkaufen. Sie tragen Namen wie „Virtu Financial“ oder „Flow Traders“, handeln teilweise an mehr als 200 Börsen weltweit, 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche. Auch an der Wiener Börse. Man könnte sie mit Immobilienmaklern vergleichen, also mit Zwischenhändlern, die jedoch ohne Kundenauftrag permanent und ultraschnell Wohnungen kaufen und sofort wieder verkaufen. Ihr Interesse gilt dem kurzfristigen Gewinn, nicht der Wohnung.

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