Martin Ehrenhauser enthüllt in der Tageszeitung ÖSTERREICH, dass jeder Vierte EU-Beamte mehr als 10.000 Euro monatlich kassiert. “Es gibt in der EU-Kommission zu viele Gagen-Häuptlinge und zu wenige fleißigen Indianer.”
“Es bedarf einer fundamentalen Reform des EU-Beamtenstatuts”, fordert Martin Ehrenhauser. Trotz Eurokrise, anhaltender Arbeitsmarktflaute und schwächelndem Wirtschaftsaufschwung wollen die Büokraten in Brüssel insgesamt 5,35 Prozent Gehaltserhöhung für 2009, 2010 und 2011. Das würde 170 Millionen Euro kosten.
EU-Beamte verdienen bis zu 24.000 Euro im Monat. Dennoch und allen Sparappellen zum Trotz wollen die Eurokraten jetzt insgesamt drei Gehaltserhöhungen, die insgesmt ein Plus von 5,35 Prozent ausmachen. Die Steuerzahler würde die Gagenerhöhung satte 170 Millionen Euro extra kosten! Martin Ehrenhauser fordert daher: “Für 2010 sollte das für die EU-Beamten ausgesetzt werden.”
Neue Idee aus Brüssel: Bis zum Jahr 2060 soll das Pensionsalter auf 70 Jahre angehoben werden. Europa-Abgeordneter Martin Ehrenhauser: “Jene EU-Beamte, die solche Pläne entwerfen, gehen durschnittlich mit 61,62 Jahren in Pension, mit 5.892 Euro pro Monat. Wie soll man einer solchen Politik vertrauen?”
Sie sparen, streichen, kürzen in der Krise – in allen EU-Ländern kreist nach der Beinahe-Pleite Griechenlands der Rotstift. Nur das EU-Parlament lebt weiter auf großem Fuß. Der österreichische EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser: „Es ist beschämend, dass Politiker, die die Krise mit verursacht haben, jetzt nicht bei sich selbst den Gürtel enger schnallen.“
Martin Ehrenhauser wirft seinen Kollegen im EU-Parlament in der Tageszeitung ÖSTERREICH vor, dass sie sich vom Rat “haben kaufen lassen”. Noch vor wenigen Wochen stimmte der Haushaltskontrollausschuss mit den Stimmen der Europäischen Volkspartei und der Sozialdemokraten einstimmig für die Aufschiebung der Ratsentlastung. Wie nun durch einen Bericht der Brüssler Wochenzeitung “European Voice” bekannt wurde, versprachen die beiden großen EU-Parlamentsparteien als Gegenleistung für die Zustimmung des Rates zur Erhöhung der Sekretariatszulage um monatlich 1.500 Euro die Entlastung des Ratsbudgets 2008.
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