Der professionelle Politiker. Er feiert die Geburtstage der Topmanager im Regierungsgebäude auf Kosten der Steuerzahler. Er lässt seinen Dienstwagen mehrere Tausend Kilometer an seinen Urlaubsort bringen. Doch er weiß immer was die Bürger benötigen, wie sie fühlen und was sie denken. Doch woher?
Wie will jemand aus gutbürgerlichen Verhältnissen mit einem sechsstelligen Einkommen, chauffiert in schwarzen Limousinen, europaweit businessclassfliegend wissen, wie es jemanden geht, der seit mehreren Jahren keine Arbeit hat, der von Notstandshilfe lebt, sich weit über dem gesellschaftlichen Rand bewegt und dem die Kraft fehlt sich wieder zu integrieren?
Wenn da Politiker sagen, sie wissen was die Bürger denken und brauchen, ist das ein Hohn gegenüber allen, fern von jeglicher Empathie und Realität. Es zeigt deutlich den Unterschied zwischen Schein und Sein. Wie soll man solchen Menschen vertrauen? Wieso sollte ich solche Menschen wählen?
Es gilt Bodenhaftung zu bewahren, sich gegen die etablierten Verhaltensrituale der politischen Klasse zu stemmen und sich mit einem eigenen Ehrenkodex in die Pflicht nehmen. So werde ich an Freitagen unter keinen Umständen in Brüssel, Straßburg oder Luxemburg Tagegelder beantragen bzw. sie annehmen. Innerhalb Europas fliege ich ausschließlich Economy. Selbst wenn mir ein Upgrading durch Fluggesellschaften angeboten wird, werde ich es ablehnen und darauf verzichten. Mitarbeiter dürfen keine Familienmitglieder sein, so wie es lange bei vielen Abgeordneten im Europäischen Parlament Usus war. Auch verzichte ich auf jede Fahrt in den EU-chaffierten Limousinen und werde als EU-Abgeordneter keine Geschenke im Wert von mehr als 40 Euro annehmen.
Bei jedem Zuwiderhandeln gegen einen der genannten Punkte werde ich aus meinen Privatmitteln nachweislich 5.000 Euro an einen sozialen Zweck spenden.






