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Parlamentsüberfall

Zum dritten Mal innerhalb von nur zwei Jahren gab es einen Überfall im Brüssler EU-Parlament. Dieses Mal wurde im Erdgeschoss die Postfiliale überfallen. Am Freitag gegen 14.45 Uhr hatten zwei unbekannte Täter die Filiale betreten und mit vorgehaltener Waffe Geld verlangt. Eine Kundin und zwei Mitarbeiterinnen wurden von ihnen bedroht. Die Täter nahmen den Safe mit und flohen. Verletzt wurde Gott sei Dank niemand. Die Sicherheitskräfte im EU-Parlament schlossen daraufhin alle Zugänge. Sie verabsäumten es jedoch, die Parlamentsmitarbeiter darüber zu informieren, dass sich möglicherweise die bewaffneten Posträuber noch im Gebäude befinden. Das musste meine britische Kollegin Fiona Hall übernehmen.

Insgesamt 44,3 Millionen Euro Steuergeld wird jährlich in die Parlamentssicherheit investiert. Rund 900 Sicherheitskräfte bewachen das Gebäude. Insgesamt 1001 Überwachungskameras wurden in Brüssel installiert. Alles mehr als ausreichend um die Sicherheit im Hause zu gewähren. Was wir daher nach diesem Vorfall dringend vermeiden sollten, ist der Aufschrei nach mehr Geld, Personal und technische Ausrüstung. Die Wahrheit ist schlicht, dass G4S es nicht gelingt geschulte Mitarbeiter zu finden die ihren Job ernst nehmen. Es wird Zeit, dass ein anderes Unternehmen eine Chance bekommt.

Bild.de: Überfall im EU-Parlament, 4. Februar 2011.
FinanzNachrichten.de: Postfiliale im EU-Parlament überfallen, 4. Februar 2011.
Kronen Zeitung: Raubüberfall im EU-Parlament, 6. Februar 2011.
Österreich: EU-Parlaments-Raub: Wachfirma soll weg, 6. Februar 2011.