Heute: Zulagen-Paradies EU

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“Die EU-Beamten haben sich ihre Gehälter seit 2004 um 18,13%. Sie glauben auch noch, dass sie das verdienen,” kritisiert Martin Ehrenhauser in der Tageszeitung HEUTE.


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3 Comments

  1. Chris
    Posted 8 December 2009 , | Permalink

    Also, das ist wieder einmal der grosse Kronen Journalismus. Eine nette Statistik mit den Lohnerhoehungen von 2010. Anscheinend hat die Krone es nicht fuer wert befunden, die Statistiken von 2009 zu verwenden, da die Index Anpassung (die eigentlich nur 2.9% = 3,7% – 0.8% ist) immer Rueckwirkend erfolgt.
    Fuer den Boulevardjournalisten ist das vielleicht schwer zu verstehen, aber ich versuche es trotzdem zu erklaeren:
    Basis fuer die derzeitige Berechnung sind die Lohnerhoehungen der Mitgliedslaender aus dem Jahr 2008. Die Erhoehungen fuer 2010 wird dann auf Basis von 2009 stattfinden.

    Fuer den ueblichen Journalisten schwer zu verstehen, ebenso anscheinend fuer die Liste HPM samt Hr. Ehrenhauser.

    Wie hoch war die Erhoehung ihres Gehaltes fuer das Jahr 2008??

    Aber nur so funktioniert populistische Politik, nicht wahr?

    Wo war HPM als die Grundlage fuer die Berechnung geschaffen wurde?
    Was hat er getan um eine andere Basis zu finden oder vorzuschlagen?
    Um eine Veroeffentlichung der von HPM gemachten Vorschlaege und/oder Proteste wuerde ich mich sehr freuen.

  2. Martin Ehrenhauser
    Posted 8 December 2009 , | Permalink

    @Chris: Zu den Fakten: Der von Ihnen kritisierte Beitrag erschien in der Tageszeitung “Heute”. Die beschriebene Grundgehaltserhöhung von 3,7 % wurde erstmals als Titelgeschichte in der Tageszeitung “Die Presse” veröffentlicht. Siehe: http://bit.ly/4NwnTO Auch die “FAZ” schreibt davon. Siehe http://bit.ly/5cwGrd
    Ihr Ärger müsste sich somit gegen den Journalismus insgesamt richtigen. Dabei müssten Sie jedoch feststellen, dass sowohl der Beitrag in der “Presse” als auch jener in der “FAZ” die Berechnungsgrundlage beschreibt. Der Kommissionsvorschlag begründet sich dabei auf einem im Beamtenstatut verankerten Verfahren. Das dieses Statut dringend einer Reform bedarf, hatte ich bereits mehrmals beschrieben. Vorschläge dazu habe ich auch oft geäußert, selbst in kleinformatigen Tageszeitung und den von Ihnen kritisierten Heute-Beitrag. Sollte das EU-Beamtenstatut 2012 neu verhandelt werden, wird sich die Liste Martin sicherlich intensiv daran beteiligen. Auch im Buch “Die Europafalle” wurden immer wieder Vorschläge gemacht, auch wie man Politikergehälter kürzen sollte und vermehrt an deren Leistung bemessen müsste. Fakt ist auch, dass viele EU-Beamte – und dazu zählen auch EU-Agenturbeamte – ihre Dienstzeit ineffizient einsetzen und nicht leistungsgerecht entlohnt werden. Aber das wissen Sie vermutlich.

  3. Chris
    Posted 11 December 2009 , | Permalink

    Wie gesagt, mein Aerger richtet sich auch gegen Leute die Zeitungsberichte ungeprueft als “Wahrheit” verkaufen wollen um damit Populismus zu betreiben

    Der einzige springende Punkt ist im Moment die Einhaltung der, von den Mitgliedslaendern 2002, ausgehandelten Vereinbarung.
    Ueber Anpassungen oder Aenderungen des Status muss man gesondert verhandeln.

    Interssant finde ich auch, dass die oesterr. Beamten gerade 0.9% rausgeschlagen haben in den schlechten Zeiten…

    Auch ich muss Vertraege und Vereinbarungen einhalten wenn ich sie treffe.
    Halten Sie Vereinbarungen ein? Ein einfaches Ja oder Nein reicht hierzu.

    Meine Bank hat sich zum Beispiel geweigert den Zinssatz fuer mein Darlehen zu senken nur weil ich eine Fixzinsbindung auf x Jahre unterschrieben habe. Aber meiner Ansicht nach passt gerade die Optik nicht und ich finde es gar nicht fair, dass ich jetzt soviele Zinsen bezahlen muss wo doch das Zinsniveau so niedrig ist.
    Hoffentlich, setzen Sie sich auch fuer diesen Belang ein.
    Bitte setzen Sie sich auch so couragiert fuer Aenderungen im allg. Vertragsrecht bei einem der oesterr. Printmedien ein.

    Wie war uebrigens Ihre Index Anpassung fuer 2008?

    Wenn ich Ihren Kommentar ueber ineffiziente Dienstzeit lese, dann muss ich auch an die Beamten und vor allem Politiker denken, die es auch in Oesterreich gibt (und um einiges mehr als in der gesamten EU).
    Diese Leute findet man ueberall (welche Erkenntnis..), aber das wissen Sie vermutlich auch.

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