Tag-Archiv für: Transparenz

Kurier: Lobbyisten – Erneut Vorwürfe gegen Rübig

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Martin Ehrenhauser erob erneut Vorürfe gegen ÖVP Mandatar Paul Rübig.


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ERMG: Brief von Rübig an Abgeordnete

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Paul Rübig (ÖVP) und Karl-Heinz Florenz (CDU) geben die von Lobbyisten registrierte und bezahlte Internetadresse ERMG.EU auf einem handschrifltich unterzeichneten Brief für Rückfragen und zur Anmeldung der Auftaktveranstaltung an.


Brief der European Raw Materials Group an EU-Abgeordnete vom Juni 2010

Whois Records ERMG.EU, Eurid, abgefragt am 1. Juli 2011

Report von Corporate Europe Obervatory vom 27. Juni 2011

DerStandard.at: Ehrenhauser erhebt neue Vorwürfe gegen Rübig

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Gegen den EU-Abgeordneten Paul Rübig sind neuerlich Vorwürfe wegen dessen angeblichem Naheverhältnis zur Rohstoffindustrie erhoben worden. Martin Ehrenhauser kritisierte am Mittwoch gegenüber der APA, dass Rübig und die mit ihm verbundene, informelle Gruppe von EU-Parlamentariern, die European Raw Materials Group (ERMG), in einem “unsauberen” Naheverhältnis zu einer Wiener Lobbyistenfirma stehe. Der gesamte Artikel auf DerStandard.at.

Lobby-Kontakte: Abgeordnete dürfen sie verschweigen

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Strengere Strafen für unredliche Euromandatare scheitern derzeit an der Angst vor dem EU-Gerichtshof. Auch ein neuer Ausschuss, der den Parlamentspräsidenten in Verdachtsfällen berät, bringt keine echte Verbesserung. “In der derzeitigen Form ist das keine unabhängige Kontrollinstanz, sondern ein Sekretariat des Parlamentspräsidenten”, erklärt Martin Ehrenhauser. Der gesamte Artikel als pdf.



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MEP-Verhaltenskodex

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Nachdem Journalisten der „Sunday Times“ mit dem Fall Ernst Strasser für europaweite Schlagzeilen sorgten, beschloss das EU-Parlament eine Arbeitsgruppe einzurichten, die einen Verhaltenskodex für Europaabgeordnete ausarbeitet. Der erste Entwurf wurde nun finalisiert. In seiner derzeitigen Form ist er sicherlich ein Sprung vorwärts, jedoch ohne Anlauf. Er kann nur die Basis für weitere Verbesserungen bilden. Positiv ist, es gibt endlich eine Definition für einen Interessenskonflikt in Zusammenhang mit Sanktionen. Der Interpretationsspielraum ist jedoch groß. Daher kommt dem Interpretations- und Sanktionsprozess eine besondere Bedeutung zu. Zuständig dafür ist eigentlich das sogenannte „Advisory Committe“ (AC). In der derzeitigen Form ist es jedoch keine unabhängige Kontrollinstanz, sondern ein Sekretariat des Parlamentspräsidenten.


Denn erstens kann lediglich der Parlamentspräsident einen potenziellen Interessenskonflikt zur Untersuchung an das AC übermitteln. Weder das AC selbst, noch andere Mitglieder, können eine solche Untersuchung einleiten lassen.

Zweitens, sollte das AC einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex bestätigt, wird eine Empfehlung an den Präsidenten übermittelt. Er alleine entscheidet wiederum über mögliche Sanktionen. Auch ob das AC im Konsens oder per Mehrheit entscheidet ist nicht definiert.

Drittens, der Präsident benennt auch die Mitglieder. Das sind wiederum EU-Abgeordneten anstatt unabhängigen Experten. Neue Interessenskonflikte sind vorprogrammiert. Da es nur fünf Mitglieder gibt, sind auch nicht alle Fraktionen vertreten. Politisch motivierte Entscheidungen zu Lasten von nicht repräsentierten Fraktionsmitglieder oder fraktionsfreien Abgeordneten anstatt objektive Empfehlung werden dadurch erleichtert – speziell wenn der Interpretationsspielraum derart groß ist.


Die Erneuerungen in Bezug auf die „Finanzielle Erklärung“ der Abgeordneten, sprich die Angaben seiner Tätigkeiten und Funktionen vor Beginn und während der Mandatszeit, die Angaben über Firmenbeteiligungen sowie über die Höhe der Einkommen ist zu begrüßen. Warum weitere Einkommenskategorien über der 10.000 Euro Schwelle nicht existieren, ergibt jedoch keinen Sinn und sollte nachgebessert werden. Als gelernter Österreicher weiß man, dass hohe Beraterverträge keine Seltenheit sind. Schlupflöcher bilden Stiftungen, diese müssen nicht angegeben werden, lediglich eine Funktion z.B. im Vorstand der Stiftung. Auch die Angaben über die Höhe der zusätzlichen Einkünfte könnten umgangen werden. Die Rolle von Stiftungen und Treuhänder muss daher präzisiert werden.


Was definitiv fehlt ist eine „Cooling-Off-Periode“ für EU-Abgeordnete. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, sollten neue berufliche Tätigkeiten von ehemaligen EU-Abgeordneten mindestens bis ein Jahr nach Ende der Legislaturperiode einer Genehmigungspflicht unterliegen. Dies sollte generell auch für bezahlte Nebentätigkeiten während der Mandatszeit gelten. Darüber hinaus fehlt ein verpflichtender „Legislativen Footprint“ für alle EU-Abgeordneten. Dieser müsste auf der Abgeordnetenprofilseite auf der Internetseite des Europäischen Parlaments veröffentlicht werden, gemeinsam mit allen seinen Änderungsanträgen.


Kommende Woche wird nochmals die Konferenz der Präsidenten über den Entwurf der Arbeitsgruppe beraten. Danach wird er an den AFCO-Ausschuss übermittelt. Vor der Sommerpause wird eventuell noch ein Berichterstatter nominiert. Nach Abstimmung im Ausschuss und danach im Plenum, soll der Verhaltenskodex Anfang Jänner, mit Beginn der neuen Parlamentspräsidentschaft, in Kraft treten, vermutlich unter dem neu gewählten Parlamentspräsidenten Martin Schulz. Es besteht die berechtigte Gefahr, dass der Verhaltenskodex im Ausschuss und später im Plenum weiter abgeschwächt wird. Wir werden jedenfalls für Nachbesserungen eintreten.


Die Presse: Lobby-Kontakte: Abgeordnete dürfen sie verschweigen, 5. Juni 2011.

Profil: Die seltsamen Geschäfte des ÖVP-Abgeordneten Paul Rübig

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Der ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig verantwortet die EU-Energiepolitik. Gleichzeitig nistet er geschäftlich im Schoß der Öl- und Atomlobby. Und findet nichts dabei.
“Rübig ist einer von vielen Lobbyisten der alten Schule. Ihnen geht es nicht ums schnelle Geld für wenig Leistung, wie bei Ernst Strasser, sondern um langfristige Beziehungspflege. Sie vertreten im Parlament erfolgreich die Partikularinteressen mächtiger Gruppierungen.“ so Martin Ehrenhauser. Der gesamte Artikel auf profil.at oder als pdf.


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Dokumente zum Fall Rübig – Teil 1

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Alle Dokumente und weitere Hintergründe zu Paul Rübigs Netzwerk an Firmenbeteiligungen, Änderungsanträgen für Industrielobbys und politischen Aktivitäten im Iran finden Sie hier als PDF:


Visualisierung Firmennetzwerk Dr. Paul Rübig
PROBIG Kundenreferenzen aus der Energiewirtschaft und Automobilindustrie
Mitgliederunternehmen beim European Energy Forum (Vizepräsident Rübig)
Erklärung finanzieller Interessen gegenüber dem Europäischen Parlament, Stand: 19. Jänner 2011

Änderungsantrag Energiewirtschaft vom 14. September 2010


Änderungsanträge CO2 Emissionen vom 12. Mai 2010

Erstes Positionspapier der Automobillobby ACEA zum Vorhaben der Kommission vom 13. Juli 2007

Greenpeace Report über Lobbying von ACEA und Daimler im EU Gesetzgebungsprozess (2008)

European Voice über Ziel der Autolobby ACEA von 160g/km vom 16. Dezember 2010


Wortprotokoll Debatte zum Iran vom 19. Jänner 2010

OTS Rübig tritt für intensivere Beziehungen zum Iran ein 29. Jänner 2004

Presseaussendung EVP Delegation im Iran vom 30. Jänner 2004

Weiterer ÖVP-Lobbying-Skandal

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Die Sensibilität für Interessenskonflikte fehlt scheinbar besonders bei den Wirtschafts- und Industriepolitikern der ÖVP. Gemeinsam mit dem Nachrichtenmagazin „Profil“ deckten wir auf, wie der unauffällige Europaparlamentarier Paul Rübig Änderungsanträge einbringt, die teilweise Plagiate der Forderungen von Energiewirtschaft, Automobil- und Luftfahrtindustrie sind. Besonders pikant dabei: Ein von Rübig gegründetes Unternehmen erhält Aufträge von Firmen, die im Öl- (u.a. BP, Esso, MOL, OMV, Total) und Automobilsektor (Daimler) tätig sind und von seinen Vorschlägen für Gesetzesänderungen besonders profitieren. Darüber hinaus bezahlt neben der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer auch der Interessensverband “Österreichs Energie” Mitarbeiter in Rübigs Parlamentsbüro. Eine Mangel an Transparenz und die Vermengung von Lobbyinteressen mit politischer Arbeit ist offensichtlich.


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Extrempositionen für die Automobilindustrie
Bei der Regulierung der zulässigen CO2 Emissionen für Kraftfahrzeuge im Jahr 2010 nahm Rübig eine besonders extreme Position im Sinne der Industrie ein. So forderte er in einem Änderungsantrag – deckungsgleich mit dem Interessensverband der Automobilindustrie – Strafen bei Überschreitung der Höchstgrenzen erst mit einem Jahr Verspätung umzusetzen. Zudem versuchte er (zum Teil mit Erfolg) die angepeilten Emissionslimits wie von der Industrielobby ACEA gewünscht von ursprünglich 135g/km auf 160g/km zu erhöhen. Als Kompromiss wurde dieser Wert schließlich trotz heftiger Kritik von Umweltorganisationen auf 147g/km festgesetzt.



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Firmennetzwerk reicht bis in den Iran
Äußerst kritikwürdig ist auch die fehlende Offenlegung von Rübigs wirtschaftlichen Aktivitäten im Iran in Zusammenhang mit seinen politischen Äußerungen. Rübig ist an der Firma UNIHA GmbH beteiligt, die mit ihrem Teheraner Tochterunternehmen AronAB Co. Kraftwerke im Iran ausstattet. Doch während Abgeordnete aller Fraktionen bei einer Debatte zu Menschenrechtsverletzungen im Iran im Jänner 2010 die Repression gegen Bürger und Journalisten aufs Schärfste verurteilten, sprach sich Rübig, im Widerspruch zu eigenen Fraktionskollegen, gegen wirtschaftliche Sanktionen und „pauschale Verdächtigungen“ aus. Der mit einer Firmenbeteiligung im Iran aktive Geschäftsmann Rübig verlor in seiner Rede – im Gegensatz zu seinen Kollegen – kein einziges kritisches Wort zum iranischen Regime.


Neue Verhaltensregeln für Abgeordnete
Die Fälle in der ÖVP-Delegation offenbaren unzureichende Transparenzvorschriften. Eine Arbeitsgruppe des EU-Parlaments diskutiert derzeit einen neuen Verhaltenskodex für EU-Abgeordnete. Entscheidend ist, dass in Zukunft jede Nebentätigkeit samt Entgelt genehmigt und auch alle Firmenbeteiligungen veröffentlicht werden müssen. Wie dringend notwenig eine derartige Regelung ist, hat sich im Fall Rübig besonders deutlich gezeigt. Es muss transparent und für den Bürger nachvollziehbar sein, wenn EU-Abgeordnete mit Unternehmen in genau jenen außenpolitisch sensiblen Regionen aktiv sind, für die sie sich auch als Politiker besonders interessieren.


Alle Dokumente zu Paul Rübigs Netzwerk an Firmenbeteiligungen, Änderungsanträgen für die Industrie und politischen Aktivitäten im Iran finden Sie hier als PDF:
Dokumente zum Fall Rübig – Teil 1


Profil.at: Die seltsamen Geschäfte des ÖVP-Abgeordneten Paul Rübig, 18. Juni 2011.
Orf.at: Lobbying Vorwürfe gegen ÖVP-EU-Mandatar, 18. Juni 2011.
DerStandard.at: Enge Kontakte von EU-Mandatar Rübig mit Ölkonzernen, 18. Juni 2011.
KleineZeitung.at: EU-Mandatar Rübig wegen Lobbyismus kritisiert, 18. Juni 2011.
Kurier.at.: Die fragwürdigen Geschäfte des Paul Rübig, 18. Juni 2011.
News.at.: Nächste Affäre in der ÖVP?, 18. Juni 2011.
Kronen Zeitung: Lobby-Wirbel um EU-Abgeordneten Paul Rübig, 19. Juni 2011.
Heute: Neuer ÖVP-Lobbyisten-Skandal, und die Parteispitze mauert schon wieder, 20. Juni 2011.
DerStandard.at: NGOs kritisieren VP-EU-Parlamentarier Rübig: “Unvereinbares Naheverhältnis” zur Rohstoffindustrie, 25. Juni 2011.
Krone.at: Lobbying-verseuchte EU als Rohstoff-Bandit, 25. Juni 2011.
News.at: ÖVP-Mandatar im Visier, 25. Juni 2011.
Orf.at: „Profil“: Weitere Fragen zu Rübig-Nebengeschäften, 25. Juni 2011.
DerStandard.at: Ehrenhauser erhebt neue Vorwürfe gegen Rübig, 6. Juli 2011.
DiePresse.com: Lobbyaffäre: Vorwürfe gegen ÖVP-EU-Parlamentarier, 6. Juli 2011.

Dokumente zu Enthüllungen im Guardian

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Parlamentarische Anfragen zu “vertraulichen” Zahlungen

Erste Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-6840/2010 vom 30. August 2010

Antwort von Herrn Füle im Namen der Kommission E-6840/2010 vom 19. Oktober 2010

Zweite Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-9358/2010 vom 11. November 2010

Antwort von Herrn Füle im Namen der Kommission E-9358/2010 vom 13. Dezember 2010


Parlamentarische Anfragen zu Schmuck von Tiffany’s

Erste Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-9482/2010 vom 15. November 2010

Antwort von Herrn Barroso im Namen der Kommission E-9482/2010 vom 7. Januar 2011

Zweite Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-002312/2011 vom 14. März 2011

Antwort von Herrn Barroso im Namen der Kommission E-002312/2011 vom 12. Mai 2011


Parlamentarische Anfragen zu Taxiflügen

Erste Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-9482/2010 vom 15. November 2010

Antwort von Herrn Šef?ovi? im Namen der Kommission E-9483/2010 vom 7. Januar 2011

Zweite Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-000504/2011 vom 1. Februar 2011

Antwort von Herrn Šef?ovi? im Namen der Kommission E-000504/2011 vom 1. April 2011


Sie können die Anlagen zu den Anfragen (XLS Dateien mit genauer Kostenaufstellung) unter +32 485 864 112 oder schweitzer@ehrenhauser.at gerne anfordern.


Parlamentarische Anfragen zum Luxushotel Peninsula New York

Erste Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-9485/2010 vom 15. November 2010

Antwort von Herrn Šef?ovi? im Namen der Kommission E-9485/2010 vom 7. Januar 2011

Zweite Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission E-000503/2011 vom 1. Februar 2011

Antwort von Herrn Šef?ovi? im Namen der Kommission E-000503/2011 vom 1. April 2011

Guardian: Exposed – EU chief’s private jet, plush hotel and cocktail bill

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José Manuel Barroso racked up €249,000 on air travel, as UN debated climate change. “It is extremely disappointing to see how easily the commission spends the EU taxpayers’ money on private jet travel and luxury hotels,” said Martin Ehrenhauser, who helped uncover details of the spending. Martin Ehrenhauser is missing transparency: 381 Million Euro was spent on “confidential” activities, which the commission refuses to disclose for security reasons. The degree of confidential spending in 2009 was more than double its 2007 level, at €221m. Full Story guardian.co.uk


Die parlamentarischen Anfragen mit weiteren Hintergrundinformationen finden Sie hier.


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