Ehrenhauser fordert Parlamentsverwaltung zu erneuter Auktion auf
Die vom unabhängigen EU-Abgeordneten Martin Ehrenhauser initiierte eBay-Auktion zum Verkauf eines Nacktscanners des Europäischen Parlaments wurde am Mittwoch Abend wegen „unzulässiger politischer Meinungsäußerung“ von der Plattform genommen.
“Die eBay-Lobbyisten haben sich persönlich eingeschaltet und uns telefonisch ein Ultimatum gestellt. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Firma auf Druck der Parlamentsverwaltung gehandelt hat”, erklärt Ehrenhauser.
Die Auktion, bei der 31 Bieter nach nur einem Tag ein Höchstgebot von 2.565 Euro erzielten, bezeichnete Ehrenhauser als “erfolgreichen Testlauf”. Denn zuvor fand sich bei einer offiziellen und kostenintensiven Ausschreibung der EU-Parlamentsverwaltung kein einziger zahlungswilliger Interessent.
“Man hat gesehen, was man mit unbürokratischen Mitteln in kurzer Zeit erreichen kann. Das EU-Parlament sollte daher die Nacktscanner selbst online zur Versteigerung anbieten und damit den von der EU-Parlamentsverwaltung verschuldeten Verlust für die Steuerzahler reduzieren”, fordert Ehrenhauser.







2 Antworten
Scheint, als ob die EU Verwaltung kein Interesse daran hat dass die Öffentlichkeit erfährt, wie leichtfertig man mit dem Steuergeld umgeht. Da schafft man Geräte für umgerechnet 10 Mio.!! gute alte Schillinge an, stellt sie in den Keller, wartet wahrscheinlich darauf bis sie abgeschrieben sind und gibt dann nochmals Geld fürs Verschrotten aus. Ob da jemand eine schöne Provision dafür bekommen hat? Hr. Ehrenhauser – legen Sie weiterhin den Finger in diese Wunde, denn das ist sicher nur die Spitze des Eisberges an Verschwendung unseres Geldes. Jetzt geht es auch darum, die Verantwortlichen vor den nächsten “Investitionen” zum nachdenken zu bringen!
Sehr geehrter Herr Eichorn, Sie haben Recht. Das EU-Parlament musste den Mindestpreis bei der Ausschreibung auf 65.000 Euro pro Stück ansetzen, damit man sich das Minus in der Bilanz erspart. In den nächsten fünf Jahren sind diese Geräte abgeschrieben und wenn sich bis dahin kein Käufer findet, werden die Kosten für die Verschrottung anfallen. Die Frage mit der Provision ist spannend, schließlich wurden die Nacktscanner auf Ratschlag eines “externen Beraters” angekauft, die Vermutung, dass dieser nicht gratis Ratschläge erteilt liegt somit sehr nahe. Ein Fragekatalog an den Generalsekretär des EU-Parlaments wird bald abgesendet.Herzlichen Dank nochmals für Ihren Beitrag und liebe Grüße, Martin Ehrenhauser