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EU-Kommission versucht wahre Gagen der Kommissare zu verschleiern

Aus offiziellen 19.909,89 Euro können mehr als 80.000 Euro monatlich werden / Kritik an völlig intransparentem Entlohnungs- und Privilegiensystem


In einer Reaktion der EU-Kommission auf die Veröffentlichung der tatsächlichen Gagen von Kurzzeitkommissaren „werden Bürger und Steuerzahler scheinbar absichtlich hinters Licht geführt“, so der unabhängige EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser.


„Die Kommission will die tatsächlichen Gagen der Kommissare verschleiern. Aus dem offiziellen Gehalt von knapp 20.000 Euro können bei Kurzzeitkommissar Pawel Samecki umgerechnet mehr als 80.000 Euro monatlich werden“, kritisiert Ehrenhauser.


Die EU-Kommission betonte in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Dienstag Ausgabe), Kommissare wurde lediglich 19.909,89 Euro brutto monatlich erhalten. Zu diesem Grundgehalt würden jedoch jeden Monat eine „Residenzzulage“ von 2.986,49 Euro und eine zusätzliche „Aufwandsentschädigung“ von 607 Euro hinzukommen.


Einmalzahlungen von 39.819,78 Euro (Einrichtungskosten) und 19.909,89 (Wiedereinrichtungsbeihilfe), sowie weitere Reisespesen, Umzugskosten und eine üppige Sozialhilfe verursachen dann das wahre Luxus-Einkommen. Selbst Kommissare, die nur für einige Monate als Ersatz einspringen, haben Anrecht auf diese Privilegien. Ehrenhauser fordert deshalb die EU-Kommission auf, die „Bürger nicht für dumm zu verkaufen“ und „endlich ein transparentes und leistungsgerechtes Entlohnungssystem einzuführen“.

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