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Automatisierter Finanzhandel: Überforderte Aufsichtsbehörden?

„Vor zehn Jahren mussten wir siebzig Orders je Händler an einem einzigen Tag analysieren“, so Laurent Combourieu, der Chefermittler der französischen Finanzmarktaufsichtsbehörde AMF. „Heute sendet ein einziger Hochfrequenzhändler eine Million Orders pro Tag an fünf verschiedene Handelsplätze. Es ist deshalb alles deutlich komplizierter“, so Combourieu.

Die Automatisierung der Finanzmärkte (siehe Teil 1: „Automatisierter Finanzhandel: So krempeln Algorithmen die Finanzmärkte um“) stellt eine große Herausforderung für die Aufsichtsbehörden dar. Der rasante Anstieg des Handelsvolumens, neuartige Manipulationsmethoden, die steigende Anzahl der Handelsplätze sowie die zunehmende Komplexität (siehe Teil 2: „Automatisierter Finanzhandel: Zu komplex für die Politik?“), haben die Anforderungen an die Aufsichtsbürokratie in den letzten fünfzehn Jahren deutlich erhöht.

Börsenkenner sprechen von einer konsequenten Überforderung der Kontrollbehörden: „Die BaFin (die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) war schon beim alten Parketthandel an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen“, so ein deutscher Börsenmarkler. Ein Analyst, „ausgestattet mit einem Top-Analyse-Computer“, würde rund „vier bis fünf Wochen“ benötigen, um lediglich „zehn Handelsminuten zu prüfen“, hätte ihm ein Vorsitzender einer US-Aufsichtsbehörde berichtet. „Wir haben keine Möglichkeiten den Hochfrequenzhandel zu kontrollieren“, und alles was die Politik versucht, sei ein „Placebo“.

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