Tag-Archiv für: SWIFT

US-PNR-Abkommen

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Was macht die Europäische Union wenn weltweit mit dem Datenschutzrecht der europäischen Bürger gebrochen wird? Richtig, sie legalisiert diese Vorgangsweise nachträglich anstatt zu sanktionieren und spricht von mehr Rechtssicherheit für den Bürger. Diese Vorgangsweise wählte die EU-Kommission auch bei den Verhandlungen über das Fluggastdaten-Abkommen mit den USA und wurde dabei genüsslich vom US-Heimatschutzministerium über den Tisch gezogen. Mehr Rechtssicherheit bleibt dabei ein Wunsch, denn garantieren könnte dies nur ein internationales Abkommen, dass auch vom US-Senat angenommen werden müsste.


Auch inhaltlich kann das Abkommen grundlegende Forderungen des EU-Parlaments im Bezug auf die Verhältnismäßigkeit, den Datenschutz und die Wahrung der Privatsphäre in keinster Weise erfüllen. Zentral war etwa bei der Datenweitergabe das Umstellen vom Pull-Verfahren auf das Push-Verfahren. Geblieben ist jedoch ein Selbstbedienungsrecht für US-Behörden. Denn sollten Fluglinien die Daten nicht in gewünschter Form übermitteln können, wird dem US-Heimatschutzministerium ein Zugriffsrecht gewährt.


Unverhältnismäßig ist auch die Speicherdauer von 15 Jahren. Laut der EU-Kommissarin Cecilia Malmström werden die Daten zwar bereits nach sechs Monaten anonymisiert, doch damit versucht die EU-Kommission per falschem Gütesiegel die irrsinnig lange Speicherfrist zu rechtfertigen. Denn alle gespeicherten personenbezogenen Daten können innerhalb einer Frist von 15 Jahren von Ermittlungsbehörden im Klartext gelesen werden. Eine echte Anonymisierung erfolgt erst danach. Gelöscht werden die Daten nie.


Insgesamt werden die Daten für fünf Jahre in einer aktiven Datenbank gespeichert und können jederzeit vollständig abgefragt werden. Anschließend kommen die Daten in eine ruhende Datenbank. Dort sind sie weitere fünf Jahre zugänglich – auch im Falle von Verbrechen mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Für die nächsten fünf Jahre darf nur noch bei Terrorverdacht zugegriffen werden.


Auch die geplante Evaluierung des Abkommens nach einem Jahr bleibt weit hinter den Ansprüchen zurück. Es ist nicht vorgesehen, dass Datenschutzexperten an der Evaluierung teilnehmen müssen. Eine tatsächliche Evaluierung des Abkommens wird somit von Beginn an ausgeschlossen.


Insgesamt hat die EU-Kommission bei den Verhandlungen versagt. Doch anstatt ihr Versagen einzugestehen, betreibt sie fragwürdige Schadensbegrenzung. So wurde der Vertragsentwurf nur in einem „geheimen Leseraum“ für die EU-Abgeordneten hinterlegt. Den Parlamentariern war es nicht gestattet Notizen zu machen oder über den Inhalt zu reden. Gleichzeitig führte die EU-Kommissarin Cecilia Malmström jedoch exklusiv in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit ihrer geschönten Version des Abkommens die Öffentlichkeit hinters Licht. Das Europäische Parlament tut nun gut dran das Abkommen abzulehnen, sich damit weiter an die eigenen Vorgaben zu halten und die EU-Kommission in die Schranken zu weisen.



Kurier: Der gläserne Passagier wird Realität, 29. November 2011.

Futurezone.at: Der gläserne Passagier wird Realität, 28. November 2011.

FM4.orf.at: Flugdaten-Abkommen im Eiltempo, 28. November 2011.

Zeit.de: EU gibt die Daten von Flugpassagieren kampflos preis, 29. November 2011.

Krone.at: Mehr Datenschutz für EU-Passagiere auf US-Flügen, 11. November 2011.

Heise.de: EU-Parlament nickt Fluggastdaten-Abkommen ab, 27. Oktober 2011.


Tiroler Tageszeitung: EU-Abgeordnete stellen SWIFT-Abkommen mit USA in Frage

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Europaabgeordnete stellen den Bankdatentransfer in die USA nach dem SWIFT-Abkommen in Frage. Martin Ehrenhauser über den Kontrollbericht von Europol: „Aus dem Bericht wird deutlich, dass europäische Daten nicht ausreichend geschützt sind. Die Anfragen der USA, um die Daten von der EU zu bekommen sind viel zu unspezifisch. Es ist nicht hinnehmbar, dass europäische Daten ohne ausreichende Begründung an die USA übermittelt werden.“


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Kleine Zeitung: EU-Abgeordnete stellen SWIFT-Abkommen in Frage

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Europaabgeordnete stellen den Bankdatentransfer in die USA nach dem SWIFT-Abkommen in Frage. Nach Diskussion über einen Europol-Bericht im Grundrechtsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel meinte Martin Ehrenhauser: “Aus dem Bericht wird deutlich, dass europäische Daten nicht ausreichend geschützt sind. Die Anfragen der USA, um die Daten von der EU zu bekommen sind viel zu unspezifisch. Es ist nicht hinnehmbar, dass europäische Daten ohne ausreichende Begründung an die USA übermittelt werden.”


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gulli: EU: Swift-Abkommen vermehrt in der Kritik

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Das Swift-Abkommen gerät immer mehr unter Druck. Nach Bekanntwerden eines kritischen Berichts der Kontrollinstanz von Europol wurde jetzt bekannt, dass für die EU-Bürger eine genaue Auskunft darüber, wer aus den USA auf die eigenen Daten zugegriffen hat, praktisch unmöglich ist. Erste Abgeordnete Martin Ehrenhauser fordern einen Stopp des ungebremsten Datentransfers.


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orf.at: SWIFT-Abkommen: Überprüfung mangelhaft

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Im Innenausschuss des EU-Parlaments wurde am Mittwoch der Prüfberichte von Europol zum Ablauf der Finanzdatenübermittlung in die USA im Rahmen des SWIFT-Abkommens debattiert. Martin Ehrenhauser sagte, der Datenschutz sei nicht gewährleistet. Er forderte, die Datenübertragungen umgehend zu stoppen.


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FTD: Swift sorgt für neuen Streit

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Europol verweigert Mitgliedsstaaten Auskünfte über ein mögliches Datenleck. Die deutsche Bundesregierung zeigt sich empört. Ein Anfrage von Martin Ehrenhauser an die Kommission hatte enthüllt, dass der Swift-Kontrolleur fast einen Monat zu spät seine Arbeit aufnahm.


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euobserver: MEP: Swift ’secrecy’ may hamper new data deals with US

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The secrecy in transposing an agreement allowing US investigators to access EU banking data for anti-terrorism purposes has irked MEPs who warn the European Commission and member states they may block other transatlantic data deals.
German media is also keeping a close watch on how the Swift deal is put in practice. Earlier this month, a query ran by the German daily Financial Times Deutschland and Martin Ehrenhauser, revealed that a technical loophole allows the US authorities to access even intra-EU banking transactions, which should in theory be excluded from the agreement.



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Krone: USA hat Zugriff auf Bankdaten

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Martin Ehrenhauser deckt auf: Fahnder können nun doch in Europa-Konten eindringen.



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Südwest Presse: Im Europaparlament Ruf nach neuen Verhandlungen

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Das Datenloch entdeckt hat Martin Ehrenhauser. “Die Öffentlichkeit wurde beim Swift-Abkommen hinters Licht geführt”, sagt der Parlamentarier.


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Wiener Zeitung: Neue Aufregung um Bankdaten

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Die USA können im Rahmen des Swift-Abkommens mehr Banküberweisungsdaten einsehen, als bisher öffentlich kommuniziert. Dem Thema auf die Spur gekommen war Martin Ehrenhauser mit einer parlamentarischen Anfrage an die EU-Kommission.



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