Das Buch jetzt kostenlos bestellen unter: office@ehrenhauser.at Kennwort: Mehr Mut, Bürger
Immer mehr Menschen zweifeln an der Integrität und den Einflussmöglichkeiten der Politik. Bedauerlicherweise jedoch zu Recht: Denn durch ein verzinstes Schuldgeldsystem liegt die eigentliche Entscheidungsmacht über Erfolg oder Misserfolg der Politik im Einflussbereich von Geschäftsbanken. Eine starre Verflechtung zwischen Politik, Banken und Großindustrie verzögert notwendige Reformen oder macht diese gar unmöglich. Darüber hinaus ist die demokratische Legitimationskette in Europa bis auf die letzte Nuance überspannt. Parlamentarische Rechte werden zunehmend beschnitten, oder erst gar nicht eingeführt. Bürgerbeteiligung nur noch zugelassen, wenn die Meinungsumfragen das von den Politikern gewünschte Ergebnis garantieren. Hinzu kommt eine systemische Korruption, die sich in weiten Teilen der politischen Kultur breit gemacht hat und für deren Bekämpfung Mut und politischer Wille fehlt.
Dieser Zustand Europas führt verstärkt zu Unmut bei den Bürgern und äußert sich in rückläufiger W ahlbeteiligung, sinkender Mitgliederzahl bei den herkömmlichen Parteien und schlussendlich in immer mehr und radikaleren Protesten. Die Politiker beantworten die Unzufriedenheit der Bürger nicht mit Selbstreflexion und einer politischen Kehrtwende, sondern mit polizeistaatlichen Maßnahmen und Repression. Der Staat demonstriert damit Macht gegenüber dem eigentlichen Souverän und Unterwürfigkeit gegenüber wenigen Vermögenden.
Eine solche Situation, in der die Notwendigkeit für Reformen so eklatant ist, der Wille der Bürger dafür derartig groß ist, die Politik jedoch still steht oder die Interessen von Wenigen verteidigt werden, ist eine große Chance und eine enorme Herausforderung für die Zivilgesellschaft. Also für Bürger, die abseits von Staat und Wirtschaft moralische Kritik an Politik, Finanzwirtschaft und Großunternehmen üben und mit konkreten Kampagnen, Demonstrationen, Streiks und gar mit zivilem Ungehorsam Reformdruck aufbauen.
Der ehemalige tschechische Präsident und Schriftsteller Václav Havel schrieb einmal, die Zivilgesellschaft sei die „Macht der Machtlosen.“ Das mag stimmen. Doch immer mehr Bürger suchen nach politischen und alternativen Beteiligungsmöglichkeiten. Auch, weil der Weg über die Parteien für viele Anliegen bereits unmöglich geworden ist. Und je größer der Unmut wird und je höher die Anzahl der Bürger die sich für gemeinsame politische Forderungen zusammen finden, desto größer ist die „Macht der Machtlosen“ und ihre Chance politische Entscheidungen zu beeinflussen.
Die Autoren dieses Buches haben bewiesen, dass sie als aktive Mitglieder ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft sind. Sie haben mit sehr unterschiedlichen Projekten gezeigt, dass man durch Engagement und Einsatz Erfolg haben kann. Ihre Beiträge sind eine Anleitung für Bürgerbeteiligung in Europa und geben weiteren Menschen hoffentlich Mut sich politisch zu engagieren. Denn nur eine neue politische Bewegung in Europa, die aus der Zivilgesellschaft herauswächst, wird den Menschen neues Vertrauen in die Politik schenken. Nur eine neue Bewegung, die abseits von menschenfeindlichen Hassparolen agiert, kann mit starkem Willen die Unabhängigkeit der Politik gegenüber den „Märkten“ und die Funktion der Bürger als Souverän zurückerobern. In diesem Sinne: Nur Mut, Bürger!
OTS: Einladung: Buchvorstellung “Mehr Mut, Bürger!” mit Herta Wessely,
Obfrau der Bürgerinitiativen-Plattform “Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung” und Prof. Bernd Lötsch,
Wegbereiter der Ökologiebewegung, 30.01.2012.
Die Presse: Nur Mut, Bürger: Schafft die Oligarchie der Gläubiger ab!, 14.01.2012.
Kronen Zeitung: Initiativen formen sich: “Wer nicht kämpft, der hat verloren”, 1.02.2012.
Heute: EU-Abgeordneter: “Mehr Mut, Bürger”, 2.02.2012.
Die Presse: “Mut, Bürger!”, 1.02.2012.
Wien Konkret: Buch: Mehr Mut, Bürger!, 31.01.2012.








3 Antworten
Möge der Mut die Ohnmacht besiegen!
Ihr Argumentiert mir beide zu abstrakt und akademisch. Schade, weil hier hättet Ihr die Möglichkeit ein breites Publikum zu überzeugen. Hoffe ich zumindest nach dem sehr guten Artikel in der Presse (14/15.01.12)
Darum mit anderen Worten von mir: Geld kommt nur als Schuld in den Kreislauf. Die Notenbank “produziert” den Geldschein ( wir nehmen der Einfachheit an es gäbe nur die Möglichkeit in Form von Papiergeld ). Diesen frischen Hunderter verkauft die Notenbank an eine Geschäftsbank. Die wiederum gibt das Schuldverhältnis ( Kreditvergabe ) weiter und verdient am Zinsaufschlag. Der Preis für die “Ware Geld” ist der Zins. Später findet dieser Hunderter den Weg zurück zur Bank weil jemand in der Realwirtschaft ein Geschäft gemacht hat, das Zahlungsmittel Geld wurde “real verdient”. Diesen Verdienst / Gewinn bringt der Glückliche zur Bank und legt es zu Sparzwecken an. Stellt es also der Bank zur Verfügung damit es wieder Zinsbringend in den Kreislauf eingeschleust wird.
Weil dieser Glückliche tüchtig ist oder in eine reiche Familie hineingeboren, holt er das bei der Bank angelegte Geld nie ab, lässt es eine Generation oder länger dort mit Zins und Zinseszins liegen.
So vermehrt sich die Guthabenseite von selbst ohne Arbeit. ( Beliebig für jeden am Taschenrechner nachzurechnen; z.B. Betrag X 10 Jahre hindurch mit 7% ) Arbeiten muss ein Anderer, der Kreditnehmer, damit das unendliche Wachstum finanziert wird. Wir sehen also Schulden kann man nicht wegsparen! Schulden können nur verlagert werden indem der scharze Peter weitergegeben wird. Nun sind wir aber im Finale angekommen wo die aufgetürmten Schulden von der Realwirtschaft einfach nicht mehr zu stemmen sind.
Inflation wird am Ende die Lösung sein. Bis dahin wirds noch einige Monate, eher 2-5 Jahre dauern. Kommt ganz darauf an, wie lange das blöde Volk sich noch verarschen lässt. Wenn alle so tun wie ich und ihr ” Guthaben” abheben und davontragen und sich was wirklich Reales Wertbeständiges dafür anschaffen, dann ist sehr schnell Schluss mit lustig. Noch aber ist die Mehrheit so blöd und zahlt sogar 10- Euro Beträge an der Supermarktkassa ( sehr cool ) mit Bankomatkarte. All diesen Trotteln wünsche ich dass der Bankomat einmal für nur eine Woche kein Bargeld mehr ausspuckt und die unbare Zahlweise überall verweigert wird, die Bankschalter geschlossen bleiben und die Leute nicht an Ihre Ersparnisse ( so welche vorhanden sind ) herankommen.
@Wolf
Sie haben Ihren Beitrag in zwei Blogs gepostet, Hr. Dr. Hoppenberger hat wie folgt darauf geantwortet:
Sehr geehrter “Wolf”,
vielen Dank für Ihren Kommentar, der zeigt, dass Sie sich schon eingehend mit der Problematik beschäftigt haben und sich in Ihrer “Analyse” in die richtige Richtung bewegen. Genau darum geht es, die Bürger zum Nachdenken aufzurütteln, nicht sie von etwas zu überzeugen. Es geht uns in erster Linie darum,aus verschiedenen Blickwinkeln aufzuzeigen, dass das bestehende System weder für Nachhaltigkeit, noch für eine weitergehende demokratische Gesellschaftsentwicklung geeignet ist und auf verschiedene, bereits verfügbare Lösungsansätze zu verweisen. Ihren Vorhalt, in der Argumentation zu akademisch zu sein, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Gerne kann ich Ihnen jedoch einen weiteren Gedankenaustausch zum Geldsystem – auch mit einigen Berichtigungen zu Ihren (nicht ganz korrekten) Darstellungen anbieten, wenn Sie das wünschen. Mein e-mail: hoppenberger@aon.at