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Automatisierter Finanzhandel: Zu komplex für die Politik?

In den frühen 1980er Jahren begannen die ersten Börsenhändler mit Computern zu experimentieren. Als ihre Methoden Erfolg hatten, schafften sich weitere Händler einen Rechner an. Zug um Zug wurde der Finanzhandel automatisiert. Algorithmen treffen nun großteils die Handelsentscheidungen, mit gravierenden Auswirkungen für die Gesellschaft (siehe Teil 1: „Automatischer Finanzhandel: So krempeln Algorithmen die Finanzmärkte um„).

Zu Beginn der Experimentierphase waren alle Computer noch autark, die einzige Verbindung zwischen ihnen war der Markt selbst. Doch mit dem Aufkommen des Internets wurden sukzessive alle Akteure miteinander vernetzt. Jeder Händler wurde in den stetig wachsenden Finanz-Cyberspace hineingezogen, in ein komplexes, adaptives System.

Ein solches System ist einerseits vergleichbar mit dem menschlichen Gehirn, dem Immunsystem oder unserem Ökosystem. Auf der anderen Seite gibt es jedoch einen gravierenden Unterschied zu biologischen Systemen: die fehlende Selbstregulierung, etwa im Hinblick auf Größe und Geschwindigkeit.

Um eine derart komplexe Technosphäre zu regulieren, benötigt es eine neuartige Form des politischen Denkens. Ein systemisches Denken, ähnlich wie jenes von Biologen und Physikern, die Bewegungsmuster von natürlichen Organismen und Ökosystemen erforschen und deren Zusammenhänge zu entschlüsseln versuchen.

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